Tagebuch
April 2005
01.04. Burg Satzvey, Mechernich
Letztes
Jahr haben wir im kleinen Saal gespielt, dieses Jahr sind wir im Großen.
Und die Atmosphäre im Rittersaal mit den riesigen Kerzenleuchtern
ist einzigartig. Leider nervt das miese PA System, das am Anfang des Konzerts
direkt auf einer Seite ausfällt. Es kann einen schon ganz schön
nervös machen, wenn sich vor vollem Haus die halbe PA schon am Anfang
verabschiedet. Und Still Collins in Mono, das geht notfalls auch, ist
aber nicht prickelnd.
Dank des tollen Publikums und unserer Routine - wir haben schließlich schon bei 45 °C in einer geschlossenen Telefonzelle gespielt, Mono versteht sich - läuft es trotzdem hervorragend. Bei "Against all Odds" ist dann die defekte Endstufe ausgetauscht und es kann in Stereo weitergehen. Allerdings muss Sven jetzt ohne Bühnenmonitor singen...
Vielleicht kommen wir beim nächsten Mal mit Harfe und Laute wieder, so ganz mittelalterlich ohne Strom?
02.04. Brauhausgarten, Brühl




Bilder zum Vergrößern klicken, Fotos von www.stillcollins-fans.de
April ist Brauhausgartenzeit. Die schnuckelige Hütte hat den Charme und Klang einer Flughafenhalle. Aber dank vieler angereister Fans ist die Stimmung immer besonders ausgelassen. Da wird eben mit einem Faß Kölsch vor der Bühne und mit unserem Körpereinsatz der problematische Sound kompensiert. Am Ende liegen sich alle in den Armen.
15.04. Ballads & Lovesongs, Harmonie, Bonn-Endenich
Hier
ist die Idee zu unserem Balladenprogramm entstanden. Ein toller Laden
mit Gänsehautatmosphäre. Nach dem Umbau ist es noch schöner
geworden. Und im Publikum sehem wir viele bekannte Gesichter!
Dieses spezielle Programm hat im Lauf der Jahre ein eigenes Profil entwickelt. Früher hatten wir Sorge, dass uns die Leute im Lauf des Abends vor Balladen einschlafen, aber heute musizieren wir ganz entspannt. Schließlich schreibt unser "Meister" die schönsten Balladen.
Sound und Atmosphäre stimmen an diesem Abend einfach. Und Gitarrist Uli hebt bei "I wish it would rain down" einfach ab...
30.04. Saal Dreesen, Eitorf
Heute testen wir ein neuartiges In Ear Monitor-System und sind verkabelt wie auf einer Intensiv- oder Raumstation. Hier rein, da raus, von oben, unten, gesplittet, gedoppelt, noch ein Y-Kabel und wieder zurück. Überall Kopfhörer, Kabel und Sendeanlagen.
Der Sound über die Kopfhörer ist echt beeindruckend. Nur ist leider das Publikum nicht zu hören, man spürt keine Bässe, und es fehlt einfach die Liveatmosphäre. Deswegen baumeln schon bald die Kopfhörer aus den Ohren und wir machens wie immer - ohne Netz und doppelten Boden.
Der erste Hitzerekord ist auch zu vermelden: Auf Ulis Marshall-Verstärker werden über dem Kühlschlitz satte 41 °C gemessen.