Tagebuch
Juni 2002
08.06. Rock in Kall
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Langsam geht es für uns in diesem Jahr auch mal in Richtung tiefste Eifel. Also, wir können berichten: der Eifelbauer ist überhaupt nicht stur und er ist sogar zu überschwenglichen Gefühlsausbrüchen fähig. Er ähnelt wohl ein wenig dem Sauerländer: wortkarg aber blitzschnell. 16.06. Stadtfest Bad OldesloeDaß es regnet, erwähne ich nur am Rande. Ansonsten wissen wir noch von einer sehr guten Eric Clapton Band namens „Slowhand“ zu berichten. Und daß es hoch im Norden immer wieder Spaß macht, zu spielen. 22.06. Wolters Hoffest, BraunschweigEine Riesenveranstaltung ähnlich der Brauerpowerveranstaltung im Westerwald (siehe Tagebuch Juni 2001). Auf 2 Bühnen geht es nonstop im fliegenden Wechsel zur Sache, 4 Bands spielen ununterbrochen ohne Umbaupause, Licht und Ton sind vom Feinsten. Wir teilen uns Bühne und Garderobe mit einer tollen Reagaeband, wissen aber nicht so genau, ob wir vom Publikum oder dem unglaublichen Nebel hinter der Bühne high sind. Egal auch, wir fühlen uns wie 18! |
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28.06. Stadtfest HofheimEndlich sind mal wieder blaue Stellen am Himmel zu sehen - das muß der Sommer sein! Den Abend eröffnet die zur Zeit wahrscheinlich beste Westernhagen-Coverband Pfefferminz, die einen tollen Auftritt hinlegt. Danach spielen wir in bester Laune in den Sonnenuntergang hinein und klären später zu vorgeschrittener Stunde in der Hotelbar noch mal das Zugabenmissverständnis mit Pfefferminz - die glauben, wir hätten ihnen die Zugaben gekürzt, stimmt aber nicht! Nach einigen Biers sind die Missverständnisse beseitigt, und wir freuen uns aufs nächste Treffen! 29.06. Rosenfest, Bad NeuenahrWir sind begeistert vom schicken Ambiente des Kurgartens. Hier sieht aus wie bei Svens Kinderkommunion, nur in größer. Obwohl ein großer Teil des Publikums doch weit über 60 ist, geht hier richtig die Post ab - und wir haben noch nie vor einem schwoofenden Publikum gespielt, echt trendy! 30.06. Kieler WocheWochenlang haben wir uns drauf gefreut. Die Kieler Woche gehört zu den schönsten Veranstaltungen in Deutschland, und alles hätte so schön sein können. Aber es kam anders..... Wir sind bei bestem Wetter von Köln aus losgefahren (extra 2 Stunden früher, um das WM Endspiel Brasilien : Deutschland irgendwo auf einer Raste zu sehen) und können uns gar nicht vorstellen, das irgendwo nicht die Sonne scheint - um dann bei Unwetter in Kiel anzukommen. Es regnet in Strömen: von vorne, hinten, oben, unten, rechts und links auf die Bühne - der reinste Horror!! Statt der erwarteten zehntausend stehen ein paar Dutzend Leute triefendnaß vor der Bühne und Deutschland verliert das Endspiel. Na ja, man kann halt nicht alles haben. Die Rückfahrt wird dann auch nicht besser: Satte 9½ Stunden mit 2 Vollsperrungen brauchen wir zurück nach Köln. So ist es also, das aufregende Musikerleben: warten.... warten...... warten........ |
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