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Presse:

Pirmasenser Zeitung, 10. März 2010

Dauerbrenner "Still Collins"

Rund 300 Besucher beim Auftritt im Quasimodo

"Still Collins" ist auch bei schlechtem Wetter ein Besuchermagnet. So waren es wieder rund 300, die im Quasimodo gemeinsam mit den langjährigen Bühnengästen dem Schaffen von Phil Collins als Solokünstler und seiner früheren Band "Genesis" huldigten. Und das taten sie mit großer Leidenschaft.

Die Stimmen von "Still Collins": Sven Komp und Samira Saygili. (Foto: Müller)

Große Konzerte sind in der Stadt und im Quasimodo mittlerweile eine Seltenheit. Umso spürbarer war die Freude über den Auftritt der mittlerweile sehr bekannten Gäste. Sie spielten fast alle "Ohrwürmer", die das britische Vorbild Phil Collins im Laufe seiner eindrucksvollen Karriere aufgenommen hat. Da konnte man mitsingen und in Erinnerungen schwelgen, zumal "Still Collins" die experimentellere Seite der "Genesis"-Frühphase, als Phil Collins noch ausschließlich als Schlagzeuger eingesetzt war, außen vor lässt. Mit Collins am Mikro ging's deutlich eingängiger, sprich: popmusikalischer zur Sache.

Ist es nun Art-Rock, oder doch Edel-Pop? Diese Frage wurde schon vor mehreren Jahren immer wieder gestellt - und es gibt eigentlich nur die einfache Antwort: Es ist beides. Schließlich treffen sich bei den Collins-Songs Anspruch und Eingängigkeit, feingliedrige Arrangements und Rock'n'Roll. Die Bühnengäste aus Bonn hatten all das drauf, das zeigten sie wieder einmal bei ihrem Gastspiel in Pirmasens.

Ein besonders weit gespanntes Klangspektrum erreichen die Bonner - mal ganz abgesehen vom sehr feinen und raumfüllenden Gitarrenspiel von Uli Opfergelt - durch den Einsatz von zwei Keyboards. Darauf reproduzieren die Musiker den Bläsersound und die vor allem für die "Genesis" der Achtzigerjahre typischen Synthesizer-Elemente.

Während Frontmann Sven Komp mit seiner nah am Original befindlichen Stimme glänzte, überzeugte an seiner Seite dieses Mal die jung Sängerin Samira Saygili, die sich viele Sympathien ersingen konnte. Gerade einmal zwei Monate gehört sie zur Band. Sie vertritt die angestammte Sängerin Meike Anlauff, wenn diese verhindert ist. Saygili wertete den Auftritt zusätzlich auf. Klasse gemacht! Und das galt am Ende wieder einmal für alle Beteiligten. (dir)

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