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Presse:

Musiker Magazin, 4/2009

Still Collins

Perfekte Hommage an die Kultband Genesis

Songs von anderen Bands nachspielen, das tun viele. So wie es Still Collins hinkriegen, macht es nur eine Band. Still Collins ist eine der gefragtesten Genesis- und Phil-Collins-Cover- Bands.

MM: Wie habt Ihr es geschafft, eine so erfolgreiche Phil-Collins-Coverband zu werden? Erzählt doch mal von Eurer Entstehung und Eurem Erfolgsrezept!

Still Collins (SC): Begonnen haben wir im Herbst 1995, als Martin (Drums) und Christoph (Keys) unseren Sänger Sven hörten und feststellten: „Mensch, der klingt ja genau wie Phil Collins!“ Tributebands gab es damals kaum, und so dachten wir: „Warum nicht?!“ Nach den ersten Auf - tritten war klar, dass wir uns ein sehr populäres Thema ausgesucht haben, denn die Fans rannten uns schnell die Bude ein, und etliche Veranstalter größerer Events zeigten reges Interesse.

MM: Wer steckt hinter Still Collins?

SC: Immerhin fünf der sieben Musiker auf unserer Bühne sind noch Gründungsmitglieder: Christoph Wüllner (Keyboards & Backings), Markus Hartmann (Bass), Sven Komp (Voc), Martin Littfinski (Drums), Uli Opfergelt (Gitarren), aber auch Wolfgang Braun (Keyboards) und Caren Schweitzer-Faust (Backings) sind jetzt schon etliche Jahre im Team, genau wie unsere Tontechniker Stefan Marenbach und Stefan Kling.

MM: Wie entstand die Leidenschaft, Phil Collins und Genesis zu covern? Warum gerade diese Band?

SC: Ich denke, die Leidenschaft kam beim ein oder anderen von uns erst später hinzu. Natürlich empfanden wir alle die Musik unserer Meister als musikalische Herausforderung, und alle fanden Collins und Genesis auch geil. Aber als Hardcorefans sind wir nicht an das Thema rangegangen, da stand mehr meine Stimmähnlichkeit zu Phil im Vordergrund, die alle so verblüfft.

MM: Wie würdet Ihr Euch eher bezeichnen? Als Cover- oder Tribute-Band? Spielt Ihr die Songs in Eurer eigenen Interpretation oder versucht Ihr, sie so nah wie möglich am Original zu halten?

SC: Da wir nur ein Thema bedienen, würde ich uns als Tributeband bezeichnen, auch wenn wir schon mal ein paar eigene musikalische Ideen ins Programm einbauen.

MM: Wie man auf Eurer Homepage sieht, seid Ihr eine sehr gefragte Live-Band. Wie viele Auftritte habt Ihr so durchschnittlich im Monat und wo und zu welchen Anlässen tretet Ihr auf?

SC: Wir steuern in 2010 auf unseren 800. Auftritt zu und spielen mittlerweile gut 80 Gigs pro Jahr bundsweit. Mit einem Schwerpunkt in der Sommersaison verteilt sich das schön auf Clubgigs, Hallenkonzerte, stadtfestähnliche Events und hier und da auch mal ein Festzelt.

MM: Wenn man so oft unterwegs ist, wie ist die Beziehung unter Euch Bandkollegen?

SC: Nun – Wir haben auch nach 14 Jahren immer noch viel zu lachen, trinken immer noch gerne ein oder zwei Bierchen zusammen nach den Shows, sind vor allem ein gutes Team. Natürlich ist nicht immer alles „Friede Freude Eierkuchen“. Aber wir kommen gut miteinander klar, und letztendlich haben wir mit einer vernünftigen Portion Respekt füreinander noch alle Meinungs verschiedenheiten aus der Welt geschafft.

MM: Was für ein Publikum besucht Eure Konzerte? Und was können Sie von einem Still-Collins-Abend erwarten?

SC: Unsere Haupt-Zielgruppe liegt klar zwischen 33 und 56 mit einem relativ hohen Frauenanteil. Ein Still-Collins-Konzert ist immer ein bunter Abend: Die Songs authentisch nachspielen ist dabei echt nur die Basis, die wir nach so vielen Jahren einfach beherrschen. Der Spaß auf der Bühne und im Saal ist dann die Kür, sozusagen. So kann es vorkommen, dass an geeigneter Stelle plötzlich ein Deep-Purple-Gitarrensolo erklingt, während der Keyboarder als Albert Einstein verkleidet im Publikum herumalbert und die Leute animiert.

MM: Wo kann man Still Collins für einen Auftritt buchen?

SC: Die meisten Anfragen kommen mittlerweile über unsere Homepage und landen direkt in unserem Bandbüro.

MM: Was die Gagen angeht – passt Ihr Euch den Gagen an oder gibt es einen Gagen - satz, unter dem Ihr nicht spielt?

SC: Das gilt beides! Auf der einen Seite gibt es Gagenangebote, die wir von vorne herein ablehnen. Auf der anderen Seite geben wir auch schon mal einen Rabatt, wenn ein Veranstalter uns eine dreitägige Tour zusammenstellt.

MM: Wer managt Euch, d. h. wer kümmert sich um Euer Gesamtmanagement?

SC: Diesen Job macht schon immer unser Sänger Sven Komp, der samt Praktikantin in der Woche unser Bandbüro betreibt.

MM: Habt Ihr in letzter Zeit eine Studioproduktion vorgenommen? Wenn ja, wie vertreibt Ihr Eure CDs?

SC: Inzwischen haben wir 5 verschiedene CDs auf dem Markt, die wir zumeist mit Hilfe unserer Tontechniker selbst aufgenommen, gemischt uns remastert haben. Eine Maxi mit eigenen Kompositionen ist auch dabei. Der Vertrieb findet an unserem Merchandising-Stand bei den Konzerten statt, und für den Vertrieb über das Internet haben wir einen Partner, der uns zu fairen Konditionen den kompletten Onlinevertrieb organisiert. Seit ca. einem Jahr findet man die Songs auch zum Download auf allen gängigen Plattformen.

MM: Wie sehen die Zukunftspläne von Still Collins aus? Habt Ihr Euch bestimmte Ziele gesetzt?

SC: Vor allem: Spielen, spielen, spielen! Wir arbeiten immer wieder daran, die Show zu verbessern und noch interessanter zu gestalten. So haben wir für ein Konzert am 3.10. zum Beispiel RAY WILSON (Anm. d. Red.: Genesis-Sänger, der Phil Collins Ende der 90er für ein Album und eine Tournee ablöste) als Special Guest gewinnen können. Ein weiteres Projekt sind auf die Show abgestimmte Videoprojektionen, die wir ab 2010 möglichst regelmäßig anbieten möchten.

MM: Gibt es etwas, was Ihr aus Euren Erfahrungen anderen Coverbands mit auf den Weg geben wollt?

SC: Nun – wir sind ja mehr Tributeband als die übliche Coverband und haben damit ein vernachlässigbares Konkurrenzproblem. Aber bei reinen Coverbands kann man sagen: 1. Mach’ es besser als die anderen, 2. Mach’ es anders als die anderen. Wer diese Tipps befolgt, wird schnell merken, dass es sehr viel Arbeit bedeutet, ein wirklich exklusives Produkt auf die Beine zu stellen, das sich deutlich von der Konkurrenz abhebt.

MM: Vielen Dank für das Interview. Auf ein baldiges Wiedersehen bei einem Still-Collins-Konzert!

INTERVIEW: DIANE BÖDRICH
FOTO-QUELLE: STILL COLLINS

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