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Presse:

Münsterländische Volkszeitung, 10. August 2008

Ganz nah dran am Original

Warendorf. „Es ist eigentlich noch zu hell für die Lichteffekte“, bedauerte Sven Komp schmunzelnd, „doch wir wollen mal sehen, was sich machen lässt.“ Machen ließ sich viel am Samstagabend am Rondell im Landgestüt, denn das Warendorfer Publikum zeigte sich bereits bei Konzertanfang ungewöhnlich ausgelassen. Spiel, Spaß und Spannung sorgten am „Familientag“ des Sommer-Open-Air-Festivals von 10 bis 16 Uhr für vielfältige Unterhaltung, mehrere Hundert Fans der Musik von „Phil Collins“ und „Genesis“ erwartete ein ganz besonderer Konzertgenuss.

„I can't dance“ löste direkt einen Tanzdrang aus, verblüffend ähnlich die Stimme des Sängers Komp von der Coverband „Still Collins“. Zusammen mit Caren Faust (backgroundvocal), Christoph Wüllner (keyboard, backgroundvocal), Uli Opfergelt (guitar), Wolfgang Braun (keyboard), Markus Hartmann (bass) und Martin Littfinski (drums) bot Komp eine fulminante Show. Sofort sprang der berühmte Funke über, zahlreiche Fans sangen erst leise, dann immer lauter die Texte mit. Rhythmisches Mitklatschen und jubelnder Applaus nach jedem Stück ließ die Stimmung bei anbrechender Dunkelheit immer höher steigen.

Auch Uli Opfergelt (guitar) gab alles.

Die Band gab alles. Mit sichtbarem Spaß an der Sache gewannen die sehr guten Musiker ihr Publikum für sich, besonders der Sänger nahm sofort durch seine lockere Anmoderation den Dialog auf. „The carpet crawlers“ von Genesis belohnten die Fans ebenso mit frenetischem Jubel wie das Duett „Separat lives“ mit Caren Faust. Starke Stimmen und die virtuose Beherrschung der Instrumente lieferten einen Hörgenuss der Extraklasse.

Die Coverband „Still Collins“ zog das Publikum schnell in seinen Bann. Fotos: Kolb

Bei „Solesbury Hill“ tanzte jeder mit, die Stimmung war kaum noch zu toppen. Doch „Still Collins“ setzten noch einen drauf. Kurz angespielte Rock-Klassiker wie „Smoke on the water“ von Deep Purple heizten weiter ein.

Phil Collins wohl größter Hit „In the air tonight“ war der absolute Höhepunkt in mehrfacher Hinsicht: Plötzlich gingen alle Lichter aus. Stromausfall. Unbeirrt sangen die Besucher lauthals die Texte weiter, die Band war beeindruckt. Glücklicherweise konnte der Schaden innerhalb von wenigen Minuten behoben werden und die Show ging weiter. Weitere Zugaben und eine Maskerade als besonderer Gag machten dieses Konzert zu einem absoluten Highlight. „Still Collins“: ganz nah dran am Original.

Dagmar Kolb

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