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Presse:

Pirmasenser Zeitung, 21. August 2006

Starke Kopie lässt keine Wünsche offen

„Still Collins“ mit überzeugender Show auf Burg Lemberg

Die Musik und die Show sind eigentlich seit Jahren das Gleiche: Trotzdem wollen immer wieder mehrere Hundert Besucher die Phil Collins- und Genesis-Cover-Band „Still Collins“ aus Bonn bei ihren Auftritten in der Region sehen und hören. Über 400 Besucher waren es am Freitagabend, die der Einladung des Quasimoto Musik- und Kulturverein folgten, um eine der wahrscheinlich authentischsten Cover-Bands in Europa zu hören, die sich der Musik eines Künstlers, in diesem Fall dem Solo-Interpret Phil Collins sowie seiner Zeit bei Genesis, verschreibt. Lieder zum Nachspielen gibt es übrigens einige, da Phil Collins einige Welthits verzeichnen konnte, die ihn zu einem der populärsten Popsänger unserer Zeit machen.

Frontmann Sven Komp lieferte mit „Still Collins“ eine beeindruckende Vorstellung ab.
(Fotos: Wadle)

Das Schwierige für eine Cover-Band dürfte jedoch eher die gelungene Interpretation der Vorlage sein und nicht die Liedauswahl, denn sowohl bei Genesis als auch in der Phil Collins-Begleitband musizierten und musizieren überdurchschnittlich begabte Instrumentalisten. Eine weitere Herausforderung für „Still Collins“ ist die Umsetzung der Loops und Samples, die enorm wichtige Zutaten sind, um Liedern wie zum Beispiel „Another day in paradise“ und „Sussudio“ ihre Ausdruckskraft zu verleihen.

Herausforderungen gemeistert

„Still Collins“ lösen diese Herausforderungen mit Bravour, was immer wieder aufs Neue verblüfft, denn ein Uli Opfergelt an der Gitarre zum Beispiel kann Daryl Stuermer das Wasser reichen und ist dem Amerikaner sogar in Punkto Ausstrahlung überlegen, da Opfergelt wesentlich extrovertierter agiert.

Doch ein sehr guter Gitarrist reicht Still Collins nicht, um eine gelungene Darbietung vorzuführen. Der Rhythmus ist natürlich in einer Gruppe ein wichtiger Bestandteil, bei manchen wie Still Collins sogar noch bedeutender, da das Schlagzeugspiel mit Effekten ausgestattet wird, die zum typischen Rhythmus beitragen. „In the air tonight“ ist ein gutes Beispiel, das ohne Effekte beim Schlagzeug nicht überzeugen würde.

„Volle Hütte“ auf der Lemberger Burg: Die Veranstalter vom „Kulturverein Quasimoto“ konnten mit dem Besuch sehr zufrieden sein.

Natürlich müssen bei „Still Collins“ Abstriche gemacht werden, die sind aber eher unwesentlich. Sven Komp, der gesanglich nahe an Phil Collins heranreicht, wird nämlich nur von einer Sängerin unterstützt, Phil Collins hat gleich mehrere Vokalisten auf der Bühne. Auf dieser sind bei Phil Collins auch mehrere Bläser, die bei Still Collins auf Burg Lemberg fehlten.

Gebläse kommt (leider) nur vom Keyboard

Das Gebläse muss in diesem Fall einer der beiden Keyboarder übernehmen. Lieder wie „Something happened on the way to heaven“ können so erst effektiv vermittelt werden. Gebläse und mehrstimmiger Backgroundgesang wie bei Phil Collins hatte dagegen Genesis nicht, was die Wiedergabe dieser Musik vielleicht etwas leichter macht.

Übrigens: Still Collins spielen nicht nur Lieder nach, sie haben inzwischen auch eigene Kompositionen im Programm, die gefallen, sich gegen die vielen Welthits des Vorbilds aber natürlich schwer tun. (wad)

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