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Presse:

Die Rheinpfalz , 14. Februar 2006

Fast ein „Genesis“-Konzert

500 Besucher erleben mit „Still Collins“einen unterhaltsamen Abend
Von unserer Mitarbeiterin Sibylle Reinmüller

Atmosphärisch ganz dicht am Original präsentierte sich am Freitag die Gruppe „Still Collins“ mit ihrem, dem echten Phil Collins sehr nahe kommenden Sound und Songs des britischen Sängers und seiner früheren Gruppe „Genesis“. Trotz Schnee und Glatteis konnten sich an die 500 Pirmasenser im Pirmasenser Musikclub Quasimodo davon überzeugen.

Sven Komp kopiert nicht nur den Gesang von Phil Collins - er interpretiert ihn vielmehr auf seine eigene Art und Weise. (Foto: Seebald)

In erster Linie sind es natürlich die Stimme des Leadsängers Sven Komp, die der von Phil Collins in verblüffender Weise ähnelt, und die technisch-handwerkliche Perfektion der Musiker, die das Publikum sich ganz der Illusion hingeben ließ, ein richtiges Konzert von „Genesis“ und Phil Collins zu erleben. In ihrem neuen Pro- gramm spielte die Band in der ersten Hälfte nur Phil-Collins-Solohits und bediente in der zweiten Hälfte die echten „Genesis“-Freaks.

Komp ließ das Konzert mit dem „Tarzan Song“ langsam angehen und schon bald brannten die ersten Wunderkerzen im Publikum - die Still Collins-Fans wussten schon, was auf sie zu kommt. Komp überzeugte nicht nur mit seiner Stimme sondern auch mit einer guten Show. Er entwickelte die Performance des Originals auf seine eigene Art und Weise weiter. Dabei imitierte und parodierte er die „Genesis-Show“ trefflich in liebevoller und ironischer Art. Besonders sein Mienenspiel ist unübertrefflich. Mal mit bösem, ernsten Gesichtsausdruck zurechtweisend wechselt er über ins Verzweifelte-Überraschte und zeigte sich dann wieder naiv kindlich und etwas traurig. Manchmal gab er sich wie ein Tattergreis, dann wieder übertrieben cool und männlich, oder fies wie bei „Mama“.

Die Stimme der Background-Sängerin Caren Schweitzer-Faust war fast zu schade, um nur im Hintergrund zu erklingen. Mit ihrer klaren, voluminösen und ausdrucksstarken Altstimme konnte sie mit Komp durchaus mithalten. Auch Uli Opfergelt gab mit seinen vier Gitarren sein Bestes. In dem Song „Jesus He Knows Me“ heizte er zusammen mit dem Bassisten Markus Hartmann dem Publikum kräftig ein. Aber ohne die beiden Keyboarder Christoph Wüllner und Wolfgang Braun wäre der typische „Genesis“ -Sound nicht machbar gewesen, den die Fans von den vielen Alben der Band kennen. Lange nach Mitternacht endete das Konzert und die aufgeheizten Zuschauer wurden wieder in die kalte Februarnacht entlassen.

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