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Presse:

Pirmasenser Zeitung, 30. Dezember 2002

Quasi-Motor auf Hochtouren

600 Fans feiern "Still Collins" - Rund 400 müssen wieder nach Hause
Von PZ-Mitarbeiter Markus Wadle

Es dürfte wohl eines der resonanzstärksten Konzerte im Pirmasenser Musikclub "Quasimoto" seit Beginn im Jahre 1996 gewesen sein. 600 Besucher sorgten am Samstag für ein restlos ausverkauftes Haus. Rund weitere 400 wurden im Verlauf des Abends wieder nach Hause geschickt, da die Kapazität völlig erschöpft war.

Und das, obwohl weniger Werbung für das Konzert der Band "Still Collins" gemacht wurde als bei vergangenen Auftritten vergleichbar namhafter Formationen. "Still Collins" - der Name sagt eigentlich schon alles - spezialisieren sich auf die Musik des Britischen Sängers Phil Collins, der mit "Genesis" seine ersten internationalen Erfolge feierte. Aus der langen Liste der Collins-Hits ein Programm auszuwählen, dürfte so schwierig wie einfach zugleich sein. Mehr als zwei Stunden zeigte das Septett aus Bonn seine Verbundenheit zu dem trommelnden Sänger und dürfte die Fans befriedigt haben.

"Still Collins" klingt gegenüber dem Original authentisch und lässt kaum Unterschiede aufkommen. Augen zu und man meint, den leibhaftigen Phil Collins mit Band zu hören. Sänger Sven Komp nimmt sich seines Vorbilds sehr genau an, seine Stimme klingt verblüffend ähnlich - fast wird er zum Collins-Imitator. Unterstützung hatte er durch Sängerin Linda Mikulec, die einiges für das männliche Auge und Ohr zu bieten hatte.

Doch Komp alleine stand nicht im Mittelpunkt. Seine Stimme alleine bürgt nicht für die Umsetzung der Musik des Originals. Gefordert sind vor allem beide Keyboarder, die zum Wiedererkennungswert beitragen. Die wichtigen Synthesizer-Sounds entsprechen der Vorlage, ob es um Flächenklänge oder Sololinien geht.

Daneben steht auch Gitarrist Uli Opfergelt im Vordergrund, ohne die Leistungen der restlichen Musiker schmälern zu wollen. Er zeigt Gefühl beim Spielen, ist präzise, kann aber nach vorne drängen und antreiben.

Wenige Unterschiede zum Original waren im Konzert zu erkennen. "Still Collins" fühlte sich auf der Bühne wohl und übertrug die positive Stimmung auf das Publikum. Dies zeigte sich angetan und bildete während des Auftritts einen stimmgewaltigen Chor, der mitsang und für die nötige Atmosphäre sorgte.

Frontmann Sven Komp und "Still Collins" sorgten im Pirmasenser "Quasi" zum wiederholten Mal für ein volles Haus. (Foto: Wadle)

Sänger Sven Komp freute sich über den Auftritt im "Quasimoto" und die Arbeit des Fördervereins, der den Club auf der Husterhöhe weiterführen möchte. "Wir hoffen, den Boden nicht unter den Füßen weggezogen zu bekommen", so Komp zu den Auftrittsmöglichkeiten. Er merkte an, dass in ganz Deutschland immer mehr Musikclubs schließen müssen: "Besucht die Konzerte, egal ob Jazz, Blues oder Rock", appellierte er an die Fans.

 

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