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Presse:

Ostsee Zeitung, 29. Juli 2002

Still Collins zog Gäste in seinen Bann

Phil Collins Kopie zeigte Show der Superlative

Nur die Optik verriet: Hier steht eine Phil Collins Cover Band auf der Bühne. Von der Stimme stand "Still Collins" dem Weltstar in nichts nach.

Wer am Freitag Abend in der Veranstaltungshalle für einen Moment die Augen schloss, glaubte sich auf einem Konzert von Phil Collins wieder zu finden. In einer unglaublich mitreißenden Show spielte sich die Coverband "Still Collins" durch das Repertoire der Solokarriere des Weltstars und seiner Zeit bei "Genesis".

Angelehnt an das Musikvideo marschierte die Band zum Auftakt mit "I can't dance" im Gänsemarsch durch den Saal und auf die Bühne. Spätestens bei den nächsten beiden Titeln "Billy don't lose my number" und "Dance into the light" stand keiner der Gäste mehr still.

Frontmann Sven Komp verblüffte die Zuschauer mit seiner unglaublichen Stimmähnlichkeit und einer außergewöhnlichen Performance. Doch hier wurde mehr als nur nachgespielt. Neben der perfekten Stimmengleichheit legte die Band eine Show auf die Bühne, von der sich Vorbild Phil Collins glatt noch eine Scheibe abschneiden könnte.

Die perfekt eingespielte Band bestach durch ihr musikalisches Können und die Persönlichkeiten der einzelnen Mitglieder, denen anzusehen war, daß sie ihre Musik mit jeder Faser ihres Körpers leben. Gitarrist Uli Opfergelt bahnte sich mit gigantischen Soloeinlagen seinen Weg durch die mitrockenden Gäste.

Die attraktive Background-Sängerin Caren Schweitzer-Faust überzeugte bei "Separate Lives" als professionelle Duettpartnerin. Sänger Sven Komp hatte das Publikum schnell in seiner Hand und jagte es von einer Stimmungslage zur nächsten. Zum einen mit romantischen Songs wie "Two hearts" oder"Against all odds", zum anderen mit treibenden Titeln wie "You can't hurry love" und "Easy Lover".

Die Rheinländer "Still Collins" sorgen seit Mitte der 90er Jahre im Bonner Raum für Furore und sind längst kein Geheimtipp mehr. Ohrenbetäubende Zugaberufe begleiteten die Band beim Abgang von der Bühne nach knapp zwei Stunden Konzert, das allen Zuhörern unter die Haut gegangen war. Doch der Höhepunkt sollte erst noch kommen. Mit Kopfmasken von Prince Charles, Heino, Mr. Spock oder Michael Schumacher tauchten sie auf der Bühne wieder auf und heizten mit "Land of confusion" noch einmal richtig ein.

"Habt ihr noch nicht genug?" schrie Frontmann Sven Komp in die Menge, die wiederum grölte, pfiff und lauthals applaudierte. "Nein!" kam es einstimmig und wie aus der Pistole geschossen zurück. Mit "Sledgehammer" von Peter Gabriel setzten "Still Collins" zum Abschluss noch einen oben drauf, bevor sie endgültig von der Bühne gelassen wurden.

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