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Presse:

Soundcheck, April 2002

Showtime: Auf der Bühne mit Still Collins

Das Bühnenequipment angesagter Bands, Teil 1
PA-Anlage

Still Collins arbeiten ohne eigene PA-Anlage. Diese wird entsprechend der Bühnenanweisung vom Veranstalter gestellt oder von einer Beschallungsfirma angemietet. Umso wichtiger ist ein kompetenter Tontechniker. Diese Aufgabe übernimmt Stefan Marenbach. "Ich bevorzuge Anlagen von d&b, Meyer Sound oder Turbosound. Die Systeme klingen alle hervorragend. Allerdings kommt es immer auf die korrekte Ausrichtung der Boxen an, um eine optimale Ausleuchtung des Publikums zu erreichen."

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Auch beim Pult hat Stefan seine Vorlieben: "Ich stehe total auf das Yamaha 3500. Das Pult ist sehr gut zu handeln und bietet eine Reihe von wertvollen Features. Aufgrund des attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses ist es mittlerweile sehr häufig im Verleihgeschäft anzutreffen."

Da Still Collins in zwei Besetzungen auftreten, sind auch die Mischpultgrößen unterschiedlich. "Für die Grundbesetzung benötige ich 28 Inputs, bei der großen Besetzung mit Bläsern und Percussion sind dann schnell 40 Kanäle belegt."

Um sicher zu gehen, dass die Anlage vor Ort den Anforderungen von Still Collins entspricht, wird dem Veranstalter eine ausführliche Bühnenanweisung zugesendet. Stefan: "Die beinhaltet neben der Equipment-Liste einen Kanalbelegungsplan, Infos zur Positionierung der Monitore und der Künstler auf der Bühne."

In der großen Besetzung ist ein separates Monitorpult Pflicht [Bild zum Vergrößern klicken]

FOH-Platz

Neben einem Rack mit dbx 1066 Kompressoren bringt Stefan Marenbach sein eigenes Effekt-Rack mit. "Der Drumsound wird bei Still Collins ohne Trigger und E-Sounds erzeugt. Um dennoch die sehr speziellen Collins-Drumsounds zu bekommen, habe ich ein gut bestücktes Effekt-Rack dabei. Für jeden Titel benutze ich ein speziell programmiertes Setup. Dieses liefert nicht nur die Effekte für die Drums, sondern auch stark an die Originalsongs angelehnte Vocaleffekte."

Stefan erzählt über seine Wunderkisten: "Das Roland SRV-330 benutze ich zusammen mit einer Engine des M2000 als Schlagzeughall für Bassdrum, Snare und Toms. Die beiden Geräte ergänzen sich optimal, denn das M2000 liefert einen sehr natürlichen Hall, während sich mit dem SRV-330 sehr synthetisch klingende Hallfahnen und Gated-Reverb-Effekte erzeugen lassen. Die zweite Engine des M2000 liefert den Vocalreverb. In Sachen Delay und Slapback vertraue ich auf das Alesis Q2. Features wie Tap-Tempo-Eingabe oder eine Ein-Ausblendfunktion machen es sehr flexibel im Live-Betrieb. Das Korg A1 kommt hauptsächlich für Chorus und andere Modulationseffekte zum Einsatz."

Gehobener Beschallungsstandard am FOH-Platz: Lexicon, dbx, BSS und dazu das Spezial-Rack (rechts oben) samt Peavy-Controller (links oben) [Bild zum Vergrößern klicken]

Der digitale Dynamikprozessor dbx DDP steckt in den Send-Wegen der Lead-Vocals und der Snare. Stefan erklärt: "Durch ein entsprechendes, effektangepasstes Gating und De-Essing eliminiere ich Einstreuungen von Hi-Hat-Signalen in den Snare-Hall und vermeide, dass Zischlaute von langen Hallfahnen getragen werden. Alle Effektgeräte steuere ich über einen für mich modifizierten Peavy 1600 MIDI-Controller. Per Knopfdruck lassen sich hierbei Setups aufrufen und mit dem Fader schnell modifizieren."

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